
Renate Feuerbaum
als junge Bühnenbildnerin

"Fürchtet
Euch nicht -
siehe, ich verkündige Euch grosse Freude"
(Lukas 2,10)
Bronze, 1976

"Erbarmen"
- Bronze, 1977

"Karyatiden"
- Bronze, 1980

"Phönix"
- Bronze, 1984

"Fuge"
- Öl auf Leinwand, 1987

"Quo Vadis
?" - Bronze, 1990

"Äolsharfe"
- Öl auf Leinwand, 1990

"Im Zeitgeschehen"
- Bronze, 1991

"Äolsharfe"
- Marmor-Steinguss, 1992

"Rufer 2" - Bronze-Relief, 2001
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Renate Stendar-Feuerbaum
1920
Geboren wurde Renate Feuerbaum am 20. Juni 1920 in Dortmund.
Sie befasst sich bereits als Schülerin und im Gymnasium mit der
Malerei und bildnerischen Arbeiten.
1947 - 1957
Nach dem Studium an der Kunstakademie Düsseldorf wirkt sie als
Ausstatterin klassischer und moderner Inszenierungen für Schauspiel
und Oper an verschiedenen Bühnen.
Heirat 1947 mit dem Schauspieler Wolfgang Stendar vom Schauspielhaus
Zürich.
Ständiger Aufenthaltsort ist die Schweiz.
1966 - 1999
Renate Stendar-Feuerbaum verlegt ihr künstlerisches Wirken ganz
auf die Bildhauerei.
In Jahren beharrlicher Arbeit entsteht ein breit gefächertes
Werk voller Poesie, Besinnlichkeit, Frohsinn, aber auch Mahnung vor
Krieg und Schrecken.
Sie erfährt bei Ausstellungen in europäischen Ländern
und in den USA international hohe Beachtung.
2000
Renate Stendar-Feuerbaum zieht als "Grosse Dame der Skulptur"
von Zürich nach Hamburg und lässt sich an der Elbe nieder,
um dort ihr Alterswerk fortzuführen.
Renate Stendar-Feuerbaum
in ihrem Atelier
Renate Stendar-Feuerbaum ist eine Künstlerin, die in zwei Jahrhunderten
wirkt.
Sie ist eine Bildhauerin, die in einer christlich-abendländischen
Kulturtradion wirkt, wie wir sie auch von Ernst Barlach und Käthe
Kollwitz kennen.
Nach grossformatigen Skulpturen und Reliefs kehrt sie in der künstlerischen
Gestaltung in ihrem Alterswerk zur kleineren Form zurück.
Nach der Beschäftigung mit dem Menschen in seinem Glauben und Hoffen
sowie sakralen Themen interessiert sie die Umsetzung von Mythen und
Symbolen in die Form der dritten Dimension.
Renate Stendar-Feuerbaum ist eine Künstlerin der Stille.
Ohne spektakuläre Aktionen beschäftigt sie sich seit Jahrzehnten
mit sozialkritischen Themen, wie vor ihr Barlach oder Kollwitz.
In der Zeit des Nationalsozialismus war sie zu jung, um schon zu den
"entarteten" Künstlern gezählt zu werden. Sie hat
sich als Künstlerin aus eigener Kraft einen Namen gemacht, ohne
den medienpolitischen Vorzug der politischen Diffamierung in der Zeit
des "Dritten Reiches".
Dass es Frauen in der Kunst traditionell schwerer haben, als Männer,
war für Renate Stendar-Feuerbaum kein Grund aufzugeben.
"Ich gestaltete, was ich gestalten musste", erinnert sie sich
rückblickend. "Kunst von Bestand hat sich nie nach dem Zeitgeist
und nach dem Kommerz gerichtet".
Ihre Heirat mit dem Schauspieler Wolfgang Stendar bestärkt sie
in der Laufbahn.
"Es ist eine positive Ergänzung, wenn zwei Menschen auch durch
Interessen für Kunst verbunden sind. Kennengelernt hatte ich Wolfgang
Stendar in der Bühnenrolle des Romeo, - es war Liebe auf den ersten
Blick. Es hat sich nie geändert".
Die Angst vor Krieg und Elend, Flucht und Vertreibung sowie die Kraft
der Zerstörung durch die Atombombe haben viele ihrer Werke bestimmt.
Arbeiten mit wie bei Barlach vertraut klingenden Namen, wie "Der
Blinde", - "Die Engel" oder "Der letzte Mensch",
hat sie ergänzt mit apokalyptischen Themen. Es ist kein Zufall,
dass eine ihrer Skulpturen in der Antoniter-Kirche der Domstadt Köln
steht, die auch den berühmten Engel von Ernst Barlach beherbergt.
Trotz Mahnungen und Befürchtungen dominiert doch die Hoffnung im
sakralen Schaffen der Künstlerin.
Ihre Werke befinden sich in Kirchen und Sammlungen in europäischen
Ländern sowie Übersee, wie etwa das Museum of European Art
in Clarence im Staat New York.
Das Werk Renate Stendar-Feuerbaums zeichnet sich aus durch die Vielfalt
ihrer künstlerischen Gestaltungskraft und ihre moderne Auffassung.
Das kommt vor allem auch in ihrer Malerei zum Ausdruck.
"Yin und Yang"
- Bronze, 1995
Der Kunsthistoriker Roy Oppenheim würdigt ihre Arbeiten als:
"Werke, die Kunde geben von einer tiefen und aufschürfenden
Auseinandersetzung mit der Unrast und Ruhelosigkeit aber auch mit
der Gegensätzlichkeit der Zeit, die sich im unmittelbaren Nebeneinander
von Aufbau und Zerstörung, von Paradies und Hölle, von Leben
und Tod erleben lässt, wie ihre Skulpturen "Der Zauberlehrling",
- "Wohin" oder "Der verratene Prometheus".
(aus: Bildband "Bilder und Skulpturen", Edition MARCO, Bonn.)
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